GVU Trojaner Entfernen

Den GVU Trojaner beseitigen – So geht es

Der GVU Trojaner ist ein wirkliches Ärgernis. Denn wenn ein PC mit dem Schadprogramm infiziert wurde, werden die Benutzer erst einmal „ausgesperrt“. Auf dem Bildschirm erscheint dann eine Nachricht, dass der Computer nur gegen eine Zahlung einer bestimmten Summe wieder freigegeben wird.

Hinter der ganzen Aktion steht eine gut getarnte Abzocke, auf die man sich auf keinen Fall einlassen sollte, da es keine Garantie gibt, dass der PC nach der Zahlung auch wieder freigeschaltet wird. Stattdessen kann man versuchen, den GVU Trojaner zu entfernen. Wie das geht, wird im folgenden Text erklärt:GVU Trojaner Virus

Notfall-CD anlegen:

Die Bundespolizei hat sich bereits mit dem GVU Trojaner beschäftigt und bietet auf ihrer Homepage http://www.bundespolizei-virus.de/gvu-trojaner.php in Zusammenarbeit mit dem Antivirenhersteller Kasperky die Software für eine Notfall-CD an. Diese kann man sich von einem nicht infizierten PC herunterladen und sie entweder auf eine CD-ROM brennen oder auf einen USB-Stick aufspielen. Anschließend muss der Computer mit der eingelegten CD bzw. mit dem angeschlossenen USB-Stick gestartet werden.

Normalerweise startet das aufgespielte Programm dann automatisch und man kann mit einem Hilfsassistenten den GVU Trojaner entfernen. Sollte die CD bzw. der USB-Stick nicht automatisch eingelesen werden, muss man die Einstellungen des BIOS ändern. Dazu drückt man direkt nach dem Start die Taste F8 und setzt im auftauchenden Menü unter „Boot-Options“ das CD-Laufwerk oder den USB-Slot an erste Stelle. Anschließend startet man den PC neu und folgt den Anweisungen des Notfall-Programms.

GVU Trojaner Manuelles entfernen:

Wer sich etwas besser mit PCs auskennt, kann auch manuell die Malware entfernen. Dazu geht man wie folgt vor:

1) Zunächst startet man den PC. Bevor das Windows-Logo auftaucht, tippt man auf F8 (nicht zu früh, da man ansonsten im BIOS landet).

2) In dem nun auftauchenden Menü wählt man die Option „Abgesicherter Modus“.

3) Der PC lädt jetzt nur die nötigsten Optionen und startet Windows in einem Notfall-Modus. Wenn man sich mit einem Benutzerkonto anmelden muss, benötigt dieses Administrationsrechte.

4) Nach dem Laden von Windows klickt man auf: „Start“ → „Systemsteuerung“ → „Darstellung und Anpassung“ → „Ordneroptionen“ → „Ansichten

5) In dem nun öffnenden Menü entfernt man den Harken bei „Geschützte Systemdateien ausblenden“ und fügt stattdessen einen Harken bei „Alle Dateien und Ordner anzeigen“ hinzu.

6) Anschließend öffnet man den Autostart-Ordner mit der Adresse: „C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Startmenü\Programme\Autostart“ (bei Benutzername muss der für den Computer gewählte Benutzername, also beispielsweise „Hugo“ oder „MaxMustermann“ stehen).

7) In dem Ordner muss man eine Datei mit der Endung *.lnk suchen und diese mit der rechten Maustaste anklicken. Daraufhin wird ein Menü geöffnet. Wenn man auf „Eigenschaften“ klickt, kann man sich unter „Verknüpfungen“ den Speicherort des Trojaners anzeigen lassen. Da die Schadsoftware ständig verändert wird, heißen die Daten immer anders, aber sie kann beispielsweise „gvu.exe“ heißen. Wenn man den angezeigten Speicherordner öffnet, kann man die Exe-Datei vom GVU Trojaner entfernen. Die Datei wird dann in den Papierkorb verschoben. Die lnk-Datei aus dem Autostart-Ordner muss ebenfalls gelöscht werden.

8) Als nächstes wechselt man in den Ordner „Anwendungsdateien“, der folgende Adresse hat: „C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten“. Hier sucht man nach einer Datei mit der Endung *.pad und löscht auch diese. Zum Schluss leert man noch den Papierkorb und fährt den Computer danach wie gewohnt herunter. Wenn man den PC nun neu startet, sollte der GVU Trojaner eigentlich beseitigt sein und der Computer wieder normal arbeiten.

GVU Trojaner Virenbekämpfung mit Systemwiederherstellung

Abgesicherter Modus mit EingabeaufforderungWenn die oben beschriebenen Methoden nicht funktionieren, kann man noch die Systemwiederherstellung ausprobieren. Dazu startet man den PC und tippt wieder vor dem Auftauchen des Windows-Logos auf F8.

In dem Startmenü wählt man diesmal die Option „Abgesicherter Modus mit Eingabeaufforderung“. Nachdem die Grundroutinen von Windows geladen wurden, gibt man ein „rstui.exe“ (ohne Anführungszeichen) ein. Dadurch gelangt man in das Menü für die Systemwiederherstellung und kann das System auf einen älteren Speicherpunkt zurückstellen.

Bei diesem Schritt gilt allerdings zu beachten, dass man durch die Systemwiederherstellung nicht nur die Malware entfernen wird, sondern auch alle Daten löscht, die nach dem gewählten Zeitpunkt auf dem PC gespeichert wurden.

Nach der Wiederherstellung des PCs sollte man deshalb auf jeden Fall wichtige Daten erneut raufspielen und sich auch direkt einen vernünftigen Virenscanner besorgen, mit dem man das System vor zukünftigem Befall durch den GVU Trojaner oder andere Schadprogramme absichern kann.

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